Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Endokrine Chirurgie

Allgemeinchirurgie

Allgemeinchirurgie

Der Begriff Allgemeinchirurgie entstammt früheren Zeiten, in denen alle chirurgischen Fertigkeiten in einer Person vereint sein konnten. Heute haben sich viele Bereiche aufgrund des medizinischen Fortschritts und neuer, für den Patienten schonender Operationstechniken als eigenständige Fachgebiete herausgebildet, so beispielsweise die Orthopäde/Unfallchirurgie und die Plastische Chirurgie, die an den DRK-Kliniken Nordhessen als eigene Kliniken mit herausragender Erfahrung vorhanden sind.

Die heutige Allgemeinchirurgie umfasst unter anderem die operative Behandlung von Bauchwandbrüchen (Hernien), Gallenblasenerkrankungen sowie entzündlichen und tumorösen Haut- und Weichgewebserkrankungen. Ein Spezialgebiet unserer Klinik, bei dem wir eine langjährige Erfahrung vorweisen können, ist die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms, die in enger Zusammenarbeit mit der Diabetologie und erfahrenen Physiotherapeuten und medizinischen Schuhmachern erfolgt. Bei sehr komplexen Wundbehandlungen profitieren Sie von unserer engen Zusammenarbeit mit der Klinik für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie unserer DRK-Kliniken Nordhessen, die neben Ihrer vollständigen Genesung auch ästhetische Aspekte berücksichtigt.

Bei uns gehört auch die Behandlung von Brustkorbverletzungen, die überwiegend ohne größere Operation auskommt, zur Allgemeinchirurgie. Im Einzelfall werden zusammen mit der Orthopädie/Unfallchirurgie auch Stabilisierungen an der Brustkorbwand durchgeführt.

Bauchwandbrüche (Hernien)

Die operative Versorgung von Bauchwandbrüchen, insbesondere im Bereich der Leiste, gehört zu den häufigsten Eingriffen in der Allgemeinchirurgie. Die Indikationsstellung zur Operation orientiert sich hier an den geäußerten Beschwerden, denn nicht jeder Bruch muss sofort operiert werden. Ein ausführliches Gespräch von Patient und Facharzt ist notwendig, um ganz individuell die Operationsindikation festzulegen. Zudem müssen Patient und Facharzt gemeinsam entscheiden, welches Operationsverfahren angewendet werden soll.

Dies ist deshalb so wichtig, weil unterschiedliche Operationsverfahren mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen einhergehen. Für manche Patienten ergibt sich aus Vorerkrankungen und klinischem Untersuchungsbefund ein klar zu bevorzugendes Verfahren, bei anderen Patienten muss in jedem Einzelfall gemeinsam abgewogen werden.

Unsere Experten beherrschen die unterschiedlichen offenen und minimalinvasiven Operationsverfahren und beraten jeden Patienten gerne. Weil alle üblichen Operationsverfahren heute sehr schonend und gut verträglich sind, können die Eingriffe oftmals in unserem Zentrum für ambulante und kurzstationäre Eingriffe am Standort Bettenhausen durchgeführt werden.

Aber auch für besonders komplexe Bauchwandbrüche und Brüche mit gleichzeitig bestehender Infektion besteht an den DRK-Kliniken Nordhessen eine besondere Expertise. Hier sind besondere chirurgische Techniken erforderlich.

Gallenblasenoperationen

Über 200 Gallenblasenoperationen führen die Fachärzte unserer Klinik pro Jahr durch, die allermeisten davon minimalinvasiv. Hinsichtlich der Qualität der Operation und postoperativen Behandlung sind die DRK-Kliniken landesweit in der Spitzengruppe. Dies haben externe Beobachter der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Endokrine Chirurgie im Rahmen eines Peer Review-Verfahrens im Dezember 2017 bestätigt.

Für den Chefarzt der Klinik, Priv.-Doz. Dr. Homayounfar, ist dies allerdings kein Grund sich auszuruhen: "Wir freuen uns, dass andere von uns lernen wollen. Aber auch wenn unsere Ergebnisse bereits als sehr gut bewertet werden, gibt es immer Verbesserungspotential. Das wollen wir konsequent nutzen.“

Bei komplexen Befunden mit Gallensteinen im Gallengang muss die Chirurgie mit endoskopischen Methoden kombiniert werden. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit gelingt an den DRK-Kliniken Nordhessen dank des Zentrums für Viszeralmedizin besonders gut.

Diabetisches Fußsyndrom

Unter dem diabetischen Fußsyndrom versteht man das Auftreten diabetes-bedingter Fußwunden. Schon kleinste Verletzungen können zu einer schweren Infektion der Fußweichteile und Knochen führen. Pro Jahr behandeln wir in den DRK-Kliniken Nordhessen ca. 200 Patienten mit fortgeschrittenem diabetischem Fußsyndrom in der Abteilung für Diabetologie.

Unsere Basis einer erfolgreichen Therapie ergibt sich insbesondere aus der mehr als 20-jährigen Erfahrung sowie der ganzheitlichen interdisziplinären Zusammenarbeit.

Dementsprechend werden wöchentlich interdisziplinäre Fußvisiten mit Teilnehmern aller Fachdisziplinen wie Diabetologie, Chirurgie und Podologie angesetzt. Darüber hinaus werden unsere Wundmanager, Hygieneschwestern und Orthopädieschuhmacher hinzugezogen. Innerhalb dieser Visite wird ein konkreter Behandlungsplan hinsichtlich konservativer und gegebenenfalls operativer Therapien festgelegt. Darin ist zudem das Wundmanagement integriert.

Oberstes Ziel unserer Behandlungsansätze ist der Fuß- und Funktionserhalt. Das bedeutet einhergehend die Vermeidung von Amputationen. Dazu werden im Vorfeld sorgfältige Untersuchungen wie Angiographie, Dilatation oder Stentimplantationen sowie eine moderne Bildgebung und Duplexsonographie zur Überprüfung der Beindurchblutung durchgeführt.

Portimplantationen

Viele Patienten mit Krebserkrankung müssen eine Chemotherapie erhalten. Für diese Patienten ist oftmals die Implantation eines sogenannten Portsystems sinnvoll. Dies ist eine kleine Kammer, die üblicherweise in lokaler Betäubung unter der Haut eingesetzt wird. Von dieser führt ein kleiner Schlauch ins Blutgefäßsystem, sodass die Chemotherapie sicher und komfortabel appliziert werden kann. Zusätzlich eignet sich ein solcher Port auch für eine Ernährungstherapie.

Wir führen sowohl für unsere Patienten als auch für onkologische Praxen oder andere Krankenhäuser solche Portimplantationen durch, insgesamt ca. 150 pro Jahr. Nach Abschluss der Therapie kann ein solcher Port auf Wunsch gerne auch wieder explantiert werden. Auch diese Eingriffe erfolgen überwiegend in unserem Zentrum für ambulante und kurzstationäre Eingriffe.

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Kontakt

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Endokrine Chirurgie

DRK-Kliniken Nordhessen
Hansteinstraße 29
34121 Kassel

Sekretariat: Frau Faßhold

Tel.: 0561 3086-4201
Fax: 0561 3086-4204
homayounfar@8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8drk-nh.de

 

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