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· 11:26 · Berlin

Helios erwirbt DRK-Kliniken in Nordhessen und möchte diese zum Zentrum eines regionalen Versorgungsnetzwerks entwickeln

Die DRK-Kliniken Nordhessen in Kassel mit den Standorten Kassel-Wehlheiden und Kaufungen sowie das angeschlossene Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) werden künftig zur Helios Kliniken Gruppe gehören. Einen entsprechenden Kaufvertrag haben Helios und der DRK-Schwesternschaft Kassel e.V. sowie der DRK-Soziale Dienste und Einrichtungen Nordhessen e.V. in dieser Woche unterzeichnet. Die DRK-Schwesternschaft bleibt Mitgesellschafter.

Zu den DRK-Kliniken Nordhessen gehören zwei Klinikstandorte, in Kassel-Wehlheiden und in Kaufungen, mit insgesamt 433 Betten, 12 Fachabteilungen sowie 10 interdisziplinären Zentren und mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2020 bei rund 87 Mio. Euro. Nach einem im Frühjahr gescheiterten Verkaufsprozess war aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die DRK-Kliniken gestellt worden.

Deutschlands und Europas größter privater Klinikbetreiber sichert mit dem Erwerb den Fortbestand eines für die Versorgung in Nordhessen bedeutenden Standorts und ergänzt seine geografische Abdeckung in der Region. Gemeinsam mit dem bestehenden Helios-Standort im nordrhein-westfälischen Warburg soll ein länderübergreifendes medizinisches Netzwerk gebildet und über die nächsten Jahre ausgebaut werden mit dem Ziel, eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung in der Region dauerhaft und in höchster Qualität zu gewährleisten.

„Die DRK-Kliniken haben eine große Tradition und einen guten Ruf. Und sie bieten ein breites Leistungsspektrum, das in der Region Nordhessen nicht wegzudenken ist. Deswegen halte ich es für richtig und wichtig, die drohende Insolvenz abzuwenden und gemeinsam die Voraussetzungen für eine erfolgreichere Zukunft zu schaffen. Wir geben finanzielle Sicherheit und werden gemeinsam am Ausbau eines regionalen Versorgungsnetzwerks arbeiten, in dem die DRK-Kliniken eine zentrale Rolle spielen sollen. Der Zusammenschluss mit unserem Helios Klinikum in Warburg passt hervorragend zu unserer Strategie, solche regionalen Netzwerke zu formen, in denen sich die medizinischen Angebote sektorenübergreifend sinnvoll ergänzen. Für die Menschen in der Region bedeutet das hochwertige wohnortnahe Medizin und Pflege aus einer Hand, wo und wie sie benötigt wird. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es nach Monaten der Unsicherheit eine langfristige Perspektive unter dem Dach von Helios. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen“, sagt Helios-CEO Dr. Francesco De Meo.

„Ich freue mich, dass mit Helios nun ein starker strategischer Partner für die DRK-Kliniken Nordhessen gGmbH gefunden ist. Vor allem hat uns das medizinische Konzept überzeugt, mit dem die Klinken nicht nur erhalten, sondern erfolgreich in die Zukunft geführt werden können. Die DRK-Kliniken Nordhessen Gemeinnützige GmbH bleiben so weiterhin ein fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung im Großraum Kassel und somit auch ein zukunftsorientierter Arbeitgeber für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unseren zwei Klinikstandorten“, sagt Claudia Nehrig, Geschäftsführerin der DRK-Kliniken und Vorsitzende/Oberin der DRK-Schwesternschaft Kassel e.V.

„Der DRK-Soziale Dienste und Einrichtungen Nordhessen e.V. begrüßt die strategische Weiterentwicklung der Kliniken in Kassel-Wehlheiden und Kaufungen und den Erhalt von Arbeitsplätzen an diesen Standorten durch die Übernahme von Helios. Zwischen dem DRK-Altenpflegeheim Kaufungen und dem Klinikstandort Kaufungen gibt es eine gewachsene Verflechtung, die für diese Einrichtung von existenzieller Bedeutung ist und durch Helios erhalten bleibt. Das DRK sieht in Helios einen zuverlässigen und erfahrenen Partner, der eine optimale Patientenversorgung für die nordhessische Region nachhaltig sicherstellen kann und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken eine gute Zukunftsperspektive darstellt", sagt Manfred Wölfert, Vorsitzender des DRK Soziale Dienste und Einrichtungen Nordhessen e.V.

Helios plant, die stationäre Versorgung an den Standorten in Warburg und Kassel-Wehlheiden zu bündeln und das medizinische Angebot in den unterschiedlichen Fachbereichen eng miteinander zu verzahnen. „Unsere Überlegungen gehen dahin, den Standort Wehlheiden vorrangig auf komplexere Behandlungen zu konzentrieren, Warburg zuvorderst auf mittelschwere und einfachere Eingriffe. In Kaufungen möchten wir einen stärkeren Schwerpunkt auf die ambulante Versorgung inklusive ambulanter OP-Kapazitäten legen. Zusätzlich werden tele- und arbeitsmedizinische Angebote das Leistungsportfolio ergänzen“, erklären Robert Möller und Dr. Ulrike Heesemann, Regionalgeschäftsführer und medizinische Regionalgeschäftsführerin der Helios Region Süd, zu welcher der Neuerwerb sowie künftig auch der Standort Warburg zählen werden.

Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der Freigabe des Bundeskartellamtes und des Beschlusses zur Aufhebung des vorläufigen Insolvenzverfahrens, der zeitnah erwartet wird. Der bisherige Insolvenzverwalter Dr. Franz-Ludwig Danko wird die geordnete Übergabe an Helios unterstützen. Mit einem Abschluss der Übernahme wird im Laufe des vierten Quartals gerechnet. Der Kaufpreis beträgt 1 Euro und umfasst darüber hinaus die Übernahme der Verbindlichkeiten nebst der Liquiditätssicherung für den laufenden Betrieb und erforderliche Investitionen.

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika. Rund 20 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 52 Kliniken, davon sechs in Lateinamerika, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15 Millionen Patienten behandelt, davon 14,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

Pressekontakt:

Ines Balkow
PR Managerin
Helios Kliniken GmbH
Telefon: 030 / 52 13 21 421
E-Mail: ines.balkow@8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8helios-gesundheit.de

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