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PRESSEMITTEILUNG: Fortbildung CRPS/Morbus Sudeck für Physio- und Ergotherapeuthen

Komplexes Krankheitsbild erfordert Teamwork vieler Disziplinen

15.000 Menschen jährlich sind von CRPS/Morbus Sudeck betroffen
 
Kassel (26.11.2019). Rund 15.000 Menschen sind deutschlandweit jährlich neu von der schmerzhaften Krankheit betroffen: Das komplexe regionale Schmerzsyndrom Complex regional pain syndrome (CRPS) gehört zu neurologisch-orthopädisch-traumatologischen Erkrankungen. Die Patienten klagen über Schwellungen, starke Schmerzen, Durchblutungsstörungen, Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen und Hautveränderungen, im weiteren Verlauf oft zunehmende Funktionseinschränkungen in Form von Schwäche und eingeschränkter Beweglichkeit.
 
Alleine 400 Patienten werden jährlich im Schmerzzentrum Kassel behandelt, das damit das bundesweit größte auf CRPS spezialisierte Zentrum ist. „Über längere Sicht kann es nach äußerer Einwirkung z. B. Traumen, Operationen und Entzündungen zu Verkümmerungen von Gliedmaßen und erheblichen Behinderungen kommen“, erläutert Dr. Andreas Böger. Der Chefarzt der Klinik für Schmerztherapie, Manuelle Therapie und Naturheilverfahren an den DRK Kliniken Nordhessen behandelt CRPS bereits seit längerem erfolgreich. Allerdings nicht alleine: „Die Therapie erfordert eine Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen, neben Ärzten verschiedener Fachgebiete auch  Schmerzphysiotherapeuten und spezialisierte psychologische Therapeuten. Und deshalb ist es mir besonders wichtig, auch fachübergreifende Schulungen anzubieten.“
 
Oft ist eine interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie sinnvoll und notwendig, um einen Durchbruch zu erzielen. Böger und sein Team behandeln mittlerweile kaum noch mit starken Medikamenten und Spritzen, sondern mit sanften funktionellen Methoden der Manuellen Therapie/Osteopathie und Naturheilverfahren, vor allem mit der Spiegeltherapie nach Ramachandran.  „Damit folgen wir nicht nur den aktuellen Leitlinien, sondern setzen auch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der modernen Hirnforschung in der Praxis um“, erläutert Böger seinen Therapieansatz. Die Fortbildung richtet sich an Physio- und Ergotherapeuten, deren Arbeit im Zusammenspiel mit anderen Disziplinen für den Therapieerfolg sehr wichtig ist. „Wir möchten den Teilnehmern mit dieser Fortbildung helfen, den Blick für dieses komplexe Krankheitsbild zu schärfen und möglichst früh die richtigen diagnostischen Schritte und Therapiemaßnahmen einzuleiten“, so Böger.
 
Interessierte Physio- und Ergotherapeuten können sich anmelden unter
 
DRK-Kliniken Nordhessen  
Klinik für Schmerzmedizin  
Hansteinstraße 29  
34121 Kassel  
Telefon: 0561-3086-4601
Telefax: 0561-3086-4604
E-Mail: schmerzklinik@drk-nh.de

 

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